Grenzen Stadtteile (Quelle: Kreis Recklinghausen)

Stadtteil

Kleinere Gebiete einer Stadt werden häufig als Stadtteil bezeichnet. Da der Begriff jedoch nicht genau definiert ist, wird er oft synonym zu den Begriffen Stadtbezirk oder statistischer Bezirk verwendet - so z. B. auch bei der Stadt Recklinghausen.

Obwohl der Begriff des Stadtteils nicht in der Gemeindeordnung definiert ist, benutzen ihn einige Städte zur Untergliederung und differenzierten Betrachtung der Gesamtstadt.

Bei der Untergliederung wird beispielsweise darauf geachtet, dass die jeweiligen Stadtteile eine vergleichbare Größe und eine ähnliche Identität besitzen. Diese Identität kann sich z. B. in einer ähnlichen städtebaulichen Gestalt oder einer vergleichbaren Entstehungsgeschichte sowie EinwohnerInnenstruktur ausdrücken. Jedoch können auch natürliche und bauliche Grenzen wie Hauptstraßen und Gewässer Stadtteilgrenzen bilden (vgl. Steffen 2019).

Die Stadtteile ermöglichen als kleinräumige Gliederungsebene die detaillierte Betrachtung der Kommune. Sie werden meistens aus gewachsenen Ortsteilen gebildet. Dies hat zur Folge, dass statistische Bezirke z. B. hinsichtlich ihrer Bevölkerungszahlen teilweise sehr heterogen sind. Daraus ergibt sich die Problematik, dass eine absolute Veränderung der Bevölkerungsstruktur in bevölkerungsschwachen Bezirken wesentlich größere statistische Auswirkungen haben kann als in einem statistischen Bezirk mit hohen Bevölkerungszahlen (vgl. Stadt Dortmund 2015).