Bei "gis-ela" nur wenige Angebote
- Magere Ausbeute im Internet-Flächenatlas
Von Gerd Kestermann
Die Ausbeute ist mehr als mager: Wer "gis-ela" nach Ansiedlungsmöglichkeiten in Waltrop fragt, erhält nur den Hinweis, dass es Am Schwarzbach und im Nierhoff-Hafen unparzellierte Gewerbeflächen gibt.
Das Gewerbeflächen-Informationssystem der Emscher-Lippe-Agentur hatte bei der fiktiven Anfrage der WAZ zur Ansiedlung eines Kfz-Handels auf 2 000 Quadratmetern, zur Niederlassung eines Ingenieurbüros und einer Arztpraxis auf jeweils 150 Quadratmetern ohne besondere Ansprüche absolut nichts zu bieten. Dabei können die Wirtschaftsförderer direkt von ihrem Arbeitsplatz aus neue Objekte ins Netz stellen. Die Ausbeute beim Flächenatlas ist in anderen Städten des Emscher-Lippe-Raumes auch größer. "Wir haben zur Zeit keine Flächen, die aktuell vermarktbar sind", sagt Wilhelm Kaminski aus dem Baufachbereich. Ein weiterer Grund könne auch sein, dass die Pflege der Daten wegen der schweren Erkrankung von Wirtschaftsförderer Burkhard Tiessen, der im Mai wieder kommt, etwas zu kurz gekommen sei. Das werde sicherlich von Tiessen wieder intensiver betrieben. Der Flächenatlas sei aber auch nur eine Kontaktbörse für den schnellen Überblick. Alles Weitere müsse sich aus den Gesprächen mit Personen ergeben, spielt Kaminski herunter.
Die Emscher-Lippe-Agentur sieht im Flächenatlas mehr als nur ein Kontaktmedium für größere Firmen. Es sei auch interessant für kleine Betriebe, Banken, Makler. Es könnten darin durchaus Objekte zur Vermarktung angeboten werden. Die findet "gis-ela" in Waltrop aber (noch) nicht.
Quelle: o.V.: Bei "gis-ela" nur wenige Angebote. In: Recklinghäuser Zeitung, vom 10.04.2002.

