Mit GISELA beginnt die Zeit der besseren Koordination
- Ziel ist die Vermarktung von Industrie- und Gewerbegebieten
Kreis. Die Grundlage für eine bessere Kooperation zwischen den Kommunen bei der Entwicklung und Vermarktung von Industrie- und Gewerbegebieten schafft der Kreis derzeit mit dem „Gewerbeflächen-Informationssystem und Kompensationsflächenmanagement“ (GISELA).
„Das ist ein weiterer Baustein für das Leitprojekt „Regionales Flächenmanagement“, so Oberkreisdirektor Ulrich Noetzlin bei der Vorstellung von GISELA, das vom Land zwei Jahre mit 640000 DM gefördert wird.
„Damit wird eine gemeinsame Datenbasis für den Kreis Recklinghausen und die Städte Bottrop und Gelsenkirchen geschaffen, in der u.a. ein Pool für Gewerbe- und Kompensationsflächen für alle abrufbar installiert wird“. So die Projektleiterin Anja Siegesmund, die sich zwei Jahre lang mit GISELA befassen wird.
„ Wie dynamisch der Prozess zu Zeit läuft, zeigen beispielsweise die aktuellen Ansätze bei der Entwicklung und Vermarktung von Industrie- und Gewerbegebieten im Emscher-Lippe-Raum, nämlich bei ChemSite. Zum einen mit der Vermarktung integrierter Flächen der chemischen Industrie, zum anderen mit der Abstimmung und Koordinierung der Betreuung von Anfragen, die für integrierte Chemieflächen in der Region nicht geeignet sind.“ So heißt es in der Projektbeschreibung für GISELA. Außerdem wurde der Industriepark Dorsten/Marl als Beispiel für ein interkommunales Industriegebiet genannt. So eröffne sich für die Entwicklung und Vermarktung von Gewerbeflächen für die Region im Rahmen von ChemSite für einige Jahre die Möglichkeit, sich als erstklassiger Standort für Industrie- und produktionsorientierte Dienstleistungen international zu profilieren und Nachfragen für Ansiedlungen auf sich zu ziehen. Daraus ergebe sich außerdem für die regionale Vermarktung und interkommunale Entwicklung von Gewerbeflächen ein zusätzlicher Handlungsdruck.
Folgende Ziele werden mit GISELA angestrebt: Unterstützung der Arbeit im Bereich regionale Wirtschaftsförderung, Planung und Umwelt; Entwicklung von Verfahren für regionalen Ausgleich und Ersatz von Flächen; in Printmedien und Internet; Aufbau eines tagesaktuellen regionalen Datenpools auf einem für alle Kommunen zugänglichen Server. Dadurch entstehen mehr Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Städten bei Fragen zu Gewerbeflächen und Kompensation.
Quelle: o.V.: Mit GISELA beginnt die Zeit der besseren Koordination. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, vom 24.06.1999.

