„Gisela“ hilft bei der Vermarktung
- Kreis: Flächenmanagement für die Emscher-Lippe-Region
„GISELA“ ist nicht etwa eine neue Mitarbeiterin der Recklinghäuser Kreisverwaltung, sondern der Hoffnungsträger bei der Vermarktung von Industrie- und Gewerbegebieten in der Emscher-Lippe-Region.
Mit dem „Gewerbeflächeninformationssystem und Kompensationsflächenmanagement für den Emscher-Lippe-Raum“, sprich GISELA, will der Kreis die Zusammenarbeit seiner Städte sowie Bottrop und Gelsenkirchen weiter vorantreiben. Eigens dafür hat die Kreisverwaltung die 30jährige Bochumerin Anja Sigesmund eingestellt. Die Diplom-Geografin soll das Projekt in den nächsten zwei Jahren professionell betreuen. Ein wichtiger Bestandteil von GISELA ist eine Art Flächenbörse. „Die Kommunen sollen einer gemeinsamen Datenbank freie Gewerbeflächen, aber auch mögliche Kompensationsflächen mitteilen. Damit hat dann im Idealfall jede Stadt zugriff auf die Angebote der Nachbarn.
Auch potentielle Investoren können wesentlich besser über freie Flächen informiert werden.“, erläuterte Anja Siegesmund gestern vor der Presse. Das Land fördert GISELA mit 640000Mark. Den Idealfall konnte Oberkreisdirektor Ulrich Noetzlin erst am Donnerstag erleben als Recklinghausen der Nachbarstadt Herten zur Nutzung des Ewald-Geländes entsprechende Kompensationsflächen zur Verfügung stellte. „Das war natürlich ein eher zufälliges Ergebnis, das aber ein Musterbeispiel sein sollte. Mit GISELA kann so etwas demnächst planmäßig ablaufen“, erläuterte Noetzlin. Dass die Städte dabei endlich von ihrem „Kirchturmdenken“ abrücken, davon ist der Oberkreisbürgermeister überzeugt: „Alleine der Umstand dass es das Projekt gibt, heißt doch: Alle Städte haben auch eine gemeinsame Erwartung. Ich gehe davon aus, dass wir Erfolg haben werden!“
Quelle: o.V.: „Gisela“ hilft bei der Vermarktung. In: Recklinghäuser Zeitung, vom 19.06.1999.

